Kampfkunstlehrer des TV Landau bilden sich im Allkampf-Jitsu weiter

Intensiver Bundes-Trainerlehrgang in der Landessportschule Sachsen

Thomas Obermeier, Heinrich Magosch (Präsident DAB), Roland Obermeier, Marcel Descy (Lehrgangs-Referent), Friedrich Kosak (Präsident DAU)(von links nach rechts)

Die Taekwondo- und Allkampf-Jitsu Großmeister Roland und Thomas Obermeier (beide 6. Dan Taekwondo, 5. Dan Allkampf-Jitsu) sammelten wieder wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Trainingslehre und effektive Selbstverteidigung.

Vom 10.07. bis 12.07.2026 lud Verbands-Großmeister Heinrich Magosch (10. Dan Allkampf-Jitsu, 9. Dan Taekwondo), Präsident des Deutschen Allkampf Bundes (DAB), zum seit über 25 Jahren stattfindenden Trainerlehrgang in die Landessportschule Werdau (bei Zwickau) ein. Knapp 50 Vereinsübungsleiter und Referenten aus mehreren Bundesländern nutzen diese Gelegenheit, sich nicht nur sportlich weiterzubilden, sondern auch über Verbandsgrenzen hinweg Erfahrungen auszutauschen. Denn mit dem Präsidenten der Deutschen Allkampf Union (DAU), Großmeister Friedrich Kosak (8. Dan Allkampf-Jitsu), nahmen weitere führende Repräsentanten der beiden größten deutschen Fachverbände für Allkampf-Jitsu teil, was den hohen Stellenwert der Veranstaltung zeigte.

In Theorie und Praxis wurde großes Augenmerk auf realistische Selbstverteidigungsszenarien gelegt, deren Basis die präzise Ausführung von Grundschultechniken, ein Repertoire an 185 Abwehrtechniken gegen unbewaffnete und bewaffnete Angriffe sowie ein ausgereiftes persönliches Mindset bilden. Mit dem Erkennen und der richtigen Einstellung zu gefährlichen Situationen, Entschlossenheit und Selbstbewusstsein sollen gut ausgebildete Kampfsportler auch unter Stress im Ernstfall handlungsfähig sein, um sich und die Gesundheit anderer schützen zu können. Insbesondere wurden effektive Möglichkeiten und Bewegungsmuster der Messer-Abwehr geübt unter Berücksichtigung verschiedener Antriebsmotive potentieller Täter. Auch die Fallschule war ein zentraler Aspekt des Lehrgangs. Denn sicheres Fallen und Abrollen sind unverzichtbar für viele Wurftechniken und damit für die Sicherheit im Training oder auch im Alltag. Der Fokus lag hier darauf, wie man Kampfkunst-Neulinge mit dem einfachen Erlernen von Stürzen und Rollen zunächst aus geringen Höhen (z.B. durch vorheriges Abknien) heranführt, aber auch die Fortgeschrittenen weiter fordert durch die Ausführung aus dem Stand und in Bewegung, über ein Hindernis oder mit Angriffspartner der einen zu Fall bringt.

Die beiden Trainer des TV kehren mit einer Fülle von Wissen zurück nach Landau, wo sie ihren Erfahrungsschatz gerne an ihre Schüler und auch interessierte Neueinsteiger weitergeben. Training ist jeden Donnerstag in der Mittelschul-Turnhalle ab 18.00 Uhr (Kinder von 6 bis 13 Jahren) und 19.30 Uhr (Erwachsene und Jugendliche ab 14).

 

 

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